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Endlich ist die Wolle da!

Ein langes Hin- und Her liegt hinter mir  - doch nun ist es geschafft! Ein grosser Karton mit schönster Jakobschaf-Rohwolle steht bei mir zu Hause. Nun kann auch ich beginnen.

Meine Wolle habe ich von hier bezogen: www.jakobschaf.de

Vorab etwas Wissenswertes über das Jakobschaf:
Das Jakobschaf zählt zu einem der ältesten Schafrassen. Seine Ursprünge liegen in heutigen China und Persien. Dort lebten schon vor 4000 Jahren dem uns bekannten Jakobschaf ähnliche Schafe. Sein Weg führte mit Nomaden nach Nordafrika und Europa. Die Gutmütigkeit des Jakobschaf machte es zu einem perfekten "Lebendvorrat" auf spanischen Kriegsflotten. Nachdem diese 1588 vor der englischen Küste vernichtend geschlagen wurden und die Schiffe sanken, retteten sich einige Jakobschafe ans nahe Ufer.

Das imposante Aussehen, weiss mit braunen bis schwarzbraunen Flecken und die zwei, vier und sogar sechs Hörner machten sie zu beliebten Souvenirs englischer Landlords, welche die Tiere in ihren Parks hielten. Auf dem europäischen Festland geriet das Jakobschaf in Vergessenheit und starb aus. Ein ähnliches Schicksal drohte in den 50er Jahren auch ihren Verwandten in England. Doch einige initiative Züchter der "The Jacob-Sheep Society" machten das Jakobschaf wieder populär und so konnte sich der Bestand erholen.

Die Namensgebung ist neuerer Zeit. Angeblich wählte sich Jakob gefleckte Schafe aus der Herde Labans aus (1. Buch Moses). Da die Rasse selbst aber wesentlich älter ist, ist dies wohl eher eine neuzeitliche Erklärung, zumal sie erst 1599 schriftlich in einer Bibel in England erwähnt werden.

Jakobschafe gehören zu den Landschafen. Sie sind genügsam, gutmütig und robust.

Nun zur Wolle:
Bunt und wunderschön präsentiert sich die Wolle des Jakobschaf. Sie reicht von weiss über braun bis schwarzbraun - oft in ein und dem gleichen Stapel. Die Wolle ist teils gelockt, teils fein gekräuselt. Sie eignet sich sowohl zum Filzen, Spinnen als auch Weben. Verarbeitet soll sie eine hohe Elastizität haben (ich bin gespannt). Von der Struktur würde ich sie als mittelgrob einstufen. Da es mir bereits in den Fingern juckt und ich etwas mehr Wolle als benötigt habe, werde ich in der kommenden Woche einen ersten Rohfilzversuch machen...


Blick in die Wollschatzkiste

dunkler Stapel, gelockt

heller Stapel, gekräuselt

Kommentare:

  1. da würde es mich auch in den Fingern jucken ;-)
    Spannende Geschichte!

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  2. Die Wolle sieht fantastisch aus!! Da bin ich sooooo gespannt! Viel Spaß, Tina

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  3. Danke für deine Anmeldung auf meiner Webseite! Ich habe die schaffe schon immer geliebt aber jetzt bin ich auch sehr interessiert in ihre Wolle.
    Deine Webseite hat mir viel interessantes zu bieten und sieht sehr schön "schaffarbig" aus :-))!
    Hadiah

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  4. Traumhaft, diese Wolle ...
    Da wird das Interesse am Befühlen und Verarbeiten riesengroß ...
    LG Susanne

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