------------------------------- Es sind alle Plätze vergeben !!!!!! ---------------------------

Das Waldschaf



Nachdem mein erster Waldschafwolllieferant abgesprungen ist, weil sie spontan ihre Schafe verkauft haben, was ich auch erst auf Nachfrage erfuhr, habe ich mit einigem Herumtelefonieren dann doch noch eine Dame gefunden, die auch Waldschafe hält, Frau Guentner in Halver, NRW. Auf meine Frage, ob sie eventuell ca. 2kg Wolle für mich übrig hätte, wurde ich eingeladen, vorbeizukommen, sie habe noch5 Säcke. 5 Säcke?! Das ist zwar eeeeetwas mehr als zwei Kilo, aber Wolle wird ja nicht schlecht, und es sind nur ca. 1,5h Fahrt von mir aus.


Also habe ich am Montag nach der Arbeit meine Freundin Anne eingesammelt und wir sind zu Frau Guentners Hof gefahren. Sie hat uns schon erwartet und wir durften uns dann erstmal die Schafe angucken (und die Hühner, Katzen und den Hund). Ich habe auch *hust* ein paar *hust* Fotos von ihnen gemacht. Sie sind ziemlich klein und ich finde sie total niedlich, sie haben richtig hübsche Gesichter. Hier links sieht man den Bock, der sehr ruhig und gelassen war, generell haben diese Schafe echt die Ruhe weg. Die Lämmer sind übrigens erst ein paar Wochen alt, sie sind im März/April geboren, und einige von ihnen haben Hörner, andere nicht - was aber nicht vom Geschlecht abhängt.
Anfang Juni werden sie übrigens erneut geschoren und Frau Guentner hat uns gesagt, dass sie sich freuen würde, wenn jemand die Wolle haben möchte. ;)

Mit 5 großen Säcken Waldschafwolle im Auto haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht, wobei wir noch in Solingen einen Zwischenstopp eingelegt haben, wo Anne noch Brillenschafwolle bekommen hat.

Am Dienstag abend habe ich dann beschlossen, erstmal etwas von der braunen Wolle zu verarbeiten. Erst wollte ich versuchen, sie trocken mit groben Kämmen auszukämmen, um den schlimmsten Dreck loszuwerden, aber sie war so zusammengedrückt und angefilzt, dass das absolut nicht möglich war. Also habe ich ersteinmal einen Teil davon gewaschen. Das habe ich in einem Eimer gemacht, und ich habe sicher 7, 8 Mal das Wasser gewechselt, bis es klar blieb.
Das habe ich bis heute trocknen lassen und jetzt angefangen, die Wolle mit grbozinkigen Kämmen auszukämmen. Die Kämme gehören auch Anne, der Vater ihres Freundes hat sie gebaut. Handkarden habe ich auch schon bestellt, die müssten die Tage ankommen. Und nächste Woche Samstag besuche ich einen Spinnradkurs an der VHS Köln. Bis dahin will ich 300g von der braunen Wolle fertig vorbereitet haben, um sie dort dann so weit ich komme zu verspinnen.
Vorher und nachher: ungekämmt mit Kämmen, und eine Nahaufnahme der gekämmten Wolle. Die Farben reichen von Grau über Dunkelbraun bis hin zu Rotbraun. Ich finde, dass sie sich schön weich anfühlt, das hatte ich so gar nicht erwartet, weil sie vor em Kämmen sehr verklumpt und hart war.

Kommentare:

  1. puh ! seid ihr alle fleißig !!!!!
    Und sooo schöne Erlebnisse ! Ich freue mich für Euch (und für mich ;-) )

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  2. Wie schön, daß du sie dir selbst abholen konntest und so gesehen hast, wie sie gehalten werden. Ich hatte auch solch ein Glück. Ich freue mich sehr auf die Probe und wünsche dir noch viel Spaß! Herzlichst, Tina

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  3. What wild and wooly sheep! It sounds like you will be doing some spinning in the future....

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