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Faserproben von der Moorschnucke


Die Moorschnucke

Meine Faserproben sind fertig.
Da der Schafscherer erst am Dienstag zu uns kam um unsere Moorschnucken von ihrer Wolle zu befreien, blieb mir leider nichts anderes übrig als die gewaschene und gekämmte Wolle bei Wollknoll zu bestellen und zu verarbeiten, damit alles bis zum 15 Juni fertig ist. Das nun geschorene Vlies muss ich jetzt noch waschen, trocknen und in Proben aufteilen. Ich hoffe, dass die Proben bis spätestens Sonntag getrocknet sind und ich das Faserproben Päckchen am Montag verschicken kann damit es noch rechtzeitig bei Steph ankommt. Eigentlich wollte ich die Wolle, wie viele andere von euch auch, draußen waschen und trocknen. Da es hier aber zur zeit wie aus Kübeln regnet muss ich mir eine Alternative überlegen.

Die Moorschnucken Wolle ist eine sehr grobe, lang faserige, weiße Wolle. Bedingt durch ihre langen, relativ glatten Haare die eine Länge von ca. 20-25 cm besitzen, ist sie sehr schlecht zu reinigen. In der Wolle waren nämlich noch einige Verunreinigungen. Wie z.B. Stroh und Reste von anderen organischen Substanzen.
Die einzelnen Haare haben einen Durchmesser von 38-40 Micron.
Bei der Verarbeitung hat sich herausgestellt, dass die Wolle extrem viel fusselt. Sie verfilzt relativ schnell, schrumpft aber sehr wenig. Ich habe 300g auf einer Fläche von 75x90 cm ausgelegt, damit ich am Ende 30 Faserproben von ca. 10x10 cm und einem Gewicht von je 10g erhalte.
Ich habe so doll und so viel gewalkt, bis mir die Arme und Hände weh taten um die gewünschte Größe und das gewünschte Gewicht zu erreichen, was mir leider nicht geglückt ist. Deshalb wiegt jetzt leider jede Probe nur noch 5g.
Nach dem trocknen konnte ich sehen, dass noch viele Fasern relativ lang von der Oberfläche abstehen.
Die Wolle ist sehr kratzig und recht stumpf von ihrem Glanzgrad her und für Bekleidung nicht zu empfehlen. Da sie aber nach dem Filzen recht fest und steif ist kann man sie gut nutzen um Objekte oder ähnliches herzustellen. Teppich könnte man sicherlich auch gut damit filzen oder Schuhe, da sie mir sehr strapazierfähig erscheint. Oder aber man verwendet nur die langen „Locken“ um sie als Abschluss oder für Effekte, in die Bekleidung mit einzuarbeiten.
Ich könnte mir vorstellen, dass man die langen Fasern gut verspinnen kann. Darin habe ich aber keinerlei Erfahrungen da ich selber nur filze.
Ich wünsche allen die beim Fasertausch mitgemacht haben noch viel Spaß mit dem Probensortiment und ich hoffe ich konnte mit meiner Beschreibung von der Moorschnucken Wolle euren Horizont erweitern.

Aller liebste Grüße von der Norddeutschen Küste.
Eure verfilzte Jessi :-)

das fertige gefilzte Vlies

das ausgelegte Vlies vor dem filzen

die geschnittenen Faserproben

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